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Charlie Patton

Soul/Blues - Webseite - 2 Surftipps zu Charlie Patton - Chartplatz: 122.

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Charlie Patton (wird auch Charley Patton geschrieben) gilt als "Vater des Delta Blues" und wurde zum ersten Star des Genres. Geboren wurde er wahrscheinlich im April 1891 bei Bolton, Mississippi und starb am 28. April 1934 in Indianola, Mississippi.

Etwa fünfzig Stücke sind von Patton erhalten, welche in zwei Aufnahmesessions (1929 und 1934) aufgenommen wurden. In ihnen spiegelt sich Pattons wildes Leben sowie seine Religiösität. Pattons Vater, Bill Patton, welcher Ältester der baptistischen Kirche der Dockery Plantation war, legte Wert auf die religiöse Bildung seiner Kinder. Charlie Patton besuchte regelmäßig die Sonntagsschule und betätigte sich manchmal als Laienprediger.

Seine musikalischen Wurzeln finden sich bei Henry Sloan, dem frühesten namentlich bekannten Bluesmusiker, dessen Schüler er wurde und welchen er manchmal mit einer zweiten Gitarre begleitete. Mit den Chatmon Brothers, welche später als The Mississippi Sheiks Erfolge feierten, spielte er zeitweise auch Square Dance, Walzer, Ragtime und Minstrel.

Um 1910 kommt Patton zu seinem eigenen Stil. Seine ältesten, aufgenommenen Kompositionen stammen aus dieser Zeit. Patton machte sich mit seiner heiseren, knurrenden und doch voluminösen Stimme einen Namen. Der Gesangsstil führte auch dazu, dass viele seiner Texte schwer verständlich sind und der Text unterschiedlich gedeutet wird. Die Stimme wird begleitet durch einen extrem perkussiven Gitarrenstil der auch zum entertainenden Stil Pattons passte, welcher die Saiten und den Korpus der Gitarre mit Fäusten und Händen schlug, die Gitarre in die Luft schmiss um sie rechtzeitig zum Wiedereinstieg wieder fing. Auch die Erkenntnis, dass man Gitarre hinter dem Kopf spielen kann, findet hier ein frühes Dokument. Auch das Bottleneck-Spiel führte Patton in den Delta-Blues ein.

Pattons Werk beeinflusste Bluesmusiker wie Robert Johnson (dem er das Gitarrespiel beibrachte), Howlin'Wolf (welcher durch Patton angeregt wurde, selbst Bluesmusiker zu werden), Son House, Bukka White, Tommy Johnson, Big Joe Williams, aber auch Buddy Boy Hawkins, Kid Bailey, David Honeyboy Edwards und Willie Brown. Das bekannte Country-Stück von Hank Williams "Move It on Over", welches seinen ersten landesweiten Erfolg darstellte und Platz 4 der Billboard Country Singles-Charts erreichte, geht auf Pattons Stück "Going to Move to Alabama" zurück. Gemeinhin wird Williams Song als einer der einflussreichsten Songs für den entstehenden Rock'n'Roll betrachtet.

Disko

Screamin' and Hollerin' the Blues: The Worlds of Charley Patton

2001

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